Auf einen Blick
- Wie viele? Der Guide Michelin Schweiz 2026, am 2. November in Andermatt veröffentlicht, zählt 133 Sternerestaurants: 5 mit drei Sternen, 22 mit zwei und 106 mit einem.
- Der Rückgang: Die Ausgabe 2025 zählte 145, also 12 Restaurants weniger in einem Jahr.
- Drei Sterne: Cheval Blanc by Peter Knogl, Memories, Restaurant de l’Hôtel de Ville, Schloss Schauenstein und, neu dabei, The Japanese Restaurant.
- Neuzugänge: sieben neue Restaurants mit einem Stern, kein neues mit zwei Sternen.
- Abgänge: 19 Restaurants wurden von der Liste gestrichen, darunter Stucki, IGNIV in Bad Ragaz, La Brezza in Ascona und Skin’s, die zwei Sterne hatten.

Die Schweiz gewinnt ein Restaurant an der Spitze hinzu und verliert insgesamt zwölf. Die Auswahl 2026 wird enger: fünf Drei-Sterne-Restaurants, aber 133 Sterneadressen gegenüber 145 ein Jahr zuvor. Michelin stellte seine Auswahl am 2. November 2026 in der Konzerthalle Andermatt im Kanton Uri vor.
145 Restaurants 2025, 133 im Jahr 2026
Die Bilanz lässt sich an den beiden offiziellen Listen ablesen. Die Ausgabe 2025 umfasste 4 Restaurants mit drei Sternen, 27 mit zwei und 114 mit einem. 2026 kommen sieben Restaurants hinzu, neunzehn fallen weg. Unter dem Strich: zwölf Restaurants weniger als 2025. Die Zwei-Sterne-Kategorie sinkt von 27 auf 22 Restaurants, die Ein-Stern-Kategorie von 114 auf 106. Der Guide führt außerdem 92 Bib Gourmands auf, davon 11 neue, die vor der Zeremonie bekannt gegeben wurden.
Fünf Restaurants an der Spitze des Guides
Fünf Restaurants tragen in der Schweiz nun drei Sterne, 2025 waren es vier. Vier Adressen behalten ihren Rang: Memories in Bad Ragaz mit Sven Wassmer, Cheval Blanc by Peter Knogl in Basel, das Restaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier mit Franck Giovannini und Schloss Schauenstein in Fürstenau mit Andreas Caminada und Marcel Skibba. Das fünfte ist The Japanese Restaurant in Andermatt, das von zwei auf drei Sterne aufsteigt, eine Beförderung, über die La Revue des Hôtels berichtet.



Vier Restaurants verlieren ihre zwei Sterne
Michelins Dokument zu den Streichungen 2026 ist eindeutig. Skin’s in Lenzburg, Stucki in Basel, IGNIV by Andreas Caminada in Bad Ragaz und La Brezza in Ascona fallen von zwei Sternen auf keinen. La Brezza in Arosa behält dagegen seine zwei Sterne, ebenso IGNIV in Andermatt und Zürich. Auch fünfzehn Ein-Stern-Restaurants verschwinden von der Liste, darunter Tsé Fung in Genf, Le Trianon am Mont Pèlerin und elmira in Zürich.
Gründe nennt Michelin in diesem Dokument nicht. Ein Abgang ist auch nicht immer eine Strafe: Steinhalle in Bern steht unter den Streichungen, doch Küchenchef Markus Arnold ist umgezogen und holt an anderer Stelle der Stadt wieder einen Stern.
Kein Aufstieg zu zwei Sternen in diesem Jahr
Alle 22 Restaurants der Kategorie sind bestätigt, Neuzugänge gibt es nicht. Kein Ein-Stern-Restaurant steigt 2026 auf, in der Ausgabe 2025 gab es drei neue Zwei-Sterne-Adressen. Zur Liste gehören L’Atelier Robuchon in Genf, roots in Basel, Maison Wenger in Le Noirmont, Gilles Varone in Savièse und Pic Beau-Rivage Palace in Lausanne.

Sieben neue Sterne, von Bern bis Zermatt
MYLE in Bern verbindet einen Stern mit dem Preis Opening of the Year. Markus Arnold bietet dort in einem ehemaligen Kino aus den 1970er-Jahren seine Cuisine Voyage an, mit einem Menü zu Mexiko-Stadt bis Ende November und ab Dezember zu Athen. In Gonten holt die Bärenstobe ihren Stern mit Michael Gollenz, der schon in Kroatien im Alfred Keller auf der Insel Lošinj einen Stern erkochte. In Luzern steht der Autodidakt Pietro Catalano, gelernter Automechaniker und studierter klassischer Trompeter, hinter CAAA by Pietro Catalano.

Komplett wird die Liste mit dem Ristorante con enoteca Origini von Guglielmo Curcio in Morbio Inferiore, dem Schlüssel von Marten Harder in Oberwil, dem ad lib von Dietmar Sawyere in Zermatt und dem rémy von Simon Müller in Zürich.


Drei Einzelpreise für Service und Küche
Nicole Sawyere vom ad lib in Zermatt erhält den Service Award. Guglielmo Curcio, Jahrgang 1994, gewinnt den Young Chef Award für das Origini. Émeline Gigaud, Chef-Sommelière des Arakel in Genf, erhält den Sommelier Award für eine Karte mit rund 1.500 Positionen. Michelin hebt die Auswahl an Burgundern und Champagner aus dem Hause Krug hervor.
Zürich 14, Genf 8: die Landkarte der Sterne
Zürich ist mit 14 Sternerestaurants die am besten ausgestattete Stadt, vor Genf mit 8 Adressen, darunter F.P.Journe Le Restaurant, das seinen Stern behält. Andermatt, eine kleine Gemeinde im Kanton Uri, zählt vier Sternerestaurants in allen drei Kategorien. Die Auswahl reicht über die Grenze hinaus: Torkel in Vaduz, Liechtenstein, ist mit einem Stern vertreten.
| Ausgabe | Guide Michelin Schweiz 2026 |
| Veröffentlichung | 2. November 2026, Konzerthalle Andermatt |
| Sternerestaurants | 133, gegenüber 145 im Jahr 2025 |
| Drei Sterne | 5, davon 1 neu |
| Zwei Sterne | 22, keines neu |
| Ein Stern | 106, davon 7 neu |
| Gestrichene Restaurants | 19: 4 mit zwei Sternen, 15 mit einem Stern |
| Bib Gourmand | 92, davon 11 neu |
| Opening of the Year | MYLE, Bern |
| Service Award | Nicole Sawyere, ad lib, Zermatt |
| Young Chef Award | Guglielmo Curcio, Origini, Morbio Inferiore |
| Sommelier Award | Émeline Gigaud, Arakel, Genf |
Informationen geprüft am 5. November 2026. Quellen: Michelin-Mitteilung vom 2. November 2026, offizielle Liste der Sterne und Streichungen 2026, Guide Michelin Schweiz, Michelin-Bilanz der Ausgabe 2025.


